» Halbsummen

Die Verwendung von Halbsummen ist keine Erfindung neueren Datums, aber es war Alfred Witte, der Begründer der Hamburger Schule, dem das Verdienst zukommt, in den ersten Dezennien dieses Jahrhunderts das Konzept, im Rahmen seiner Theorie der Planetenbilder, d. h. der planetarischen Symmetrien, in die moderne Astrologie integriert zu haben. Die Halbsumme zweier Planeten wird berechnet, indem die Planetenstände beider Planeten zusammengezählt werden und die Summe durch 2 geteilt wird. Im Zentrum der Theorie der Halbsummen steht die Erkenntnis, daß sich bei diesen um sensitive Punkte handelt, in denen sich die Energien zweier Planeten konzentrieren. Steht nun ein Planet auf diesem Punkt, d. h. bildet er eine Konjunktion mit diesem Halbdistanzpunkt der zwei Planeten, so wirkt er als eine Art Katalysator zur Freisetzung dieser Energien. Dabei kann es sich ebenso um einen Planeten des Radix-Horoskopes handeln wie um Transite oder Progressionen, die dann zur Auslösung der Planeten führen. Nach dieser Lehre ist die Wirkung nicht auf Konjunktionen (= direkte Halbsumme) beschränkt, sondern die Planetenkräfte werden auch durch Halbquadrate, Quadrate, Anderthalbquadrate oder Oppositionen aktiviert, d.h. Aspekte, die Vielfache von 45° sind (= indirekte Halbsumme).

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