| » Harmonics |
| Die Harmonics werden von Alters her in der hinduistischen Astrologie verwandt. Sie dienen dazu, komplexe planetarische Muster und insofern das Wirken des Prinzips einer bestimmten Zahl ausfindig zu machen, die von der herkömmlichen Horoskopstruktur, d.h der Unterteilung in zwölf Abschnitte von jeweils 30°, unter Umständen verdeckt werden. Ziel ist dabei nicht die Ersetzung, sondern die Vertiefung des Radix-Horoskopes. Teilt man beispielsweise das Horoskop in fünf Abschnitte von je 72°, so fällt es wesentlich leichter Quintil-Relationen (sowohl Vielfache als auch Unterteilungen eines Quintils) - und insofern das Wirken des Prinzips der Zahl 5 - zu untersuchen. Das Radix-Horoskop ohne weitere Unterteilung in Abschnitte wäre gewissermaßen das 1. Harmonic. Beim 2. Harmonic wird das Horoskop in zwei Abschnitte von 180° geteilt, beim 3. in drei von 120°, beim 4. in vier von 90° usw. usf. Um jedoch ein komplettes Harmonic zu erhalten, werden die einzelnen Abschnitte sozusagen übereinandergelegt und der entstehende Abschnitt, in dem sich nun alle Planeten befinden, in der Folge wiederum zu einem Kreis vergrößert. Dieses Verfahrens basiert auf der hinduistischen Lehre, daß jeder Abschnitt wiederum als ein kompletter Zodiak zu begreifen ist. Als Resultat dieser Operation ergibt sich beispielsweise, daß alle Planeten, deren Distanz voneinander im Radix ein Vielfaches eines Quintils (Sextils, Septils, Halbquadrats) betrug, im 5. (6., 7., 8., 9., etc.) Harmonic Konjunktionen bilden, jene Planeten, die im Radix ein Halbquintil (Halbsextil, Halbseptil, Viertelquadrat) voneinander entfernt waren, im 5. (6., 7., 8., 9., etc.) Harmonic in Opposition zueinander stehen und solche, deren Entfernung ein Drittel eines Quintils (Sextils, Septils, Halbquadrats, Novils) betrug, im 5. (6., 7., 8., 9., etc.) Harmonic Trigone bilden. (Bitte beachten Sie, daß die Ergebnisse von den angewandten Orben abhängen.) Das Programm berechnet die Harmonics selbstverständlich automatisch. Um sich das zugrundeliegende Prinzip zu verdeutlichen, mag es jedoch unter Umständen hilfreich sein, einmal nur die Konjunktions- und Oppositionsaspekte zu aktivieren, beispielsweise im 6. Harmonic. Wenn Sie danach ins Radix schalten, können Sie, nachdem sie wieder alle Aspekte aktiviert haben, überprüfen, welche Aspektbeziehungen zwischen den Planeten, die im 6. Harmonic Konjunktionen oder Oppositionen bilden, im Radix vorliegen. |
| Zur Lektüre empfehlen wir das Buch "Die Feinanalyse des Horoskops. Das Arbeiten mit Harmonics, Schnittpunkten und Astro*Carto*Graphy" von Michael Harding und Charles Harvey, in deutscher Sprache erschienen in der Edition Astrodata, Wettswil, Schweiz (ISBN 3-907029-21-6). |